Emma Koch

 Das Lippe-Monster

 „Luisa, kommst du bitte? Wir haben keine Zeit mehr zu Angeln,“ sagte der Vater zu seiner 11-jährigen Tochter. „Ja, Papa ich komme.“

Sie hatten den ganzen Tag an der Lippe geangelt. „Aber Papa! Wieso wird das Wasser lila?“ „Ich Weiß es nicht, aber ich glaube wir müss…“ „Papa!“ Es war schon zu spät; durch die komischen Algen, die auf einmal radioaktiv waren, wurde das Wasser der Lippe lila.

Es bildete sich ein Tsunami-Monster, welches den Vater und kurz danach Louisa verschluckte. Das lila Monster hypnotisierte alle Enten, Fische und Biber, die dort lebten. Die Tiere wollten nun auch alle Menschen täten. Das inzwischen 30 Meter hohe Monster verschluckte jetzt schon 84 Menschen auf einmal.

Doch dann kam ein Feuer-Dämon, welcher mitbekam, was auf einmal in Dorsten los war. Er war genau so riesig wie das Lippe-Monster. Der Feuer-Dämon umarmte das Monster, wodurch er starb, aber das riesige Monster auch. Es zerfloss und überschwemmte ganz Dorsten. Aber so sollte es nicht bleiben.

Es kam ein Hilfsbereiter Wunder-Dämon und machte alles wieder wie früher: Das Wasser war wieder normal, die Tiere enthypnotisiert, die Stadt wieder schön und die Menschen, die verschluckt wurden, waren wieder da. „Papa, Papa! Was ist passiert?“ fragte Louisa. „Ich weiß es nicht, aber es ist alles wieder gut.“

Deniz Alkan

 Der alte Fritz und die Lippe

 

Der Sommer ist heiß und schwül,

die Lippe schon längst nicht mehr kühl.

Schwerfällig treibt der Algenteppich dahin,

Fritz, der Wels, fragt nach dem Sinn.

Und während er grübelt und durchs Wasser schleicht,

da wird es auf einmal so seicht.

Fritz spürt den Grund und steckt fest,

ein Reiher gibt ihm schließlich den Rest.

In seinem Schnabel zappelt Fritz, sich tapfer wehrend,

plötzlich dunkle Wolken, die Sonne verklären.

Der Reiher erschrickt und Fritz plumpst herunter,

jetzt schwimmt er wieder in der Lippe putzmunter.

Antonia Bargholz und Vera Sashkina

Die vermisste Schwester

 

Juri Sasonow

Die Lippe, die verseucht wurde

Vor langer Zeit, als es noch wenige Menschen an der Lippe gab und die Luft sauber, das Wasser rein war und der Himmel pures Blau hatte, da lebten zwei Welse, die waren glücklich, dass sie es so gut hatten und dass die Lippe so sauber war. Sie lebten einige Jahre und bekamen Kinder. Die Eltern von den Fischkindern wollten, dass ihre Kinder die Herrlichkeit der Lippe genießen. Die Kinder wurden auch immer älter und älter und es kamen immer mehr Menschen an die Lippe. Das Wasser und die Luft wurden auch immer dreckiger. Irgendwann war fast alles in der Lippe verseucht und fast alle Fische starben. Irgendwann lebten nur noch die keinen Welsfische und sie machten sich große Sorgen, wie sie überleben sollten. Kurz vor ihrem Tod kamen Menschen von einer Rettungsstation und halfen ihnen. Nach einigen Jahren wurde die Lippe komplett sauber gefiltert und die Fische wurden frei gelassen. Die Welse leben glücklich in einer sauberen Lippe weiter.

Lehre: Achte nicht nur auf Dich, sondern auch auf Deine Umwelt.

 

 

Tamino Ossing

Fritz erklärt die Lippe

 

Maike Bremergen gen. Schulte

Die Lippe

Eines Morgens ging Inga mit ihrem Hund an der Lippe entlang. Der Hund bellte und bellte, doch Inga wusste nicht warum. Inga machte den Hund los und der Hund rannte direkt zum Wasser. Inga rannte hinterher. Doch der Hund grub am Ufer der Lippe. Inga wunderte sich, was da zum Vorschein kam. Es sah aus, wie eine braune Vase. Sie nahm die Vase mit nach Hause, um sie zu putzen. Am nächsten Morgen nahm Inga diese komische Vase mit zur Schule. Sie hatten in der ersten Stunde Gesellschaftslehre. Herr Klöpfer, der Lehrer, sah die Vase. Er sprach Inga sofort an: „Hi Inga, wo hast Du denn den alten Tonkrug her?“ Inga sagte: „Den hat mein Hund in der Lippe gefunden!“ „Oha, die ist bestimmt von den alten Römern, der Tonkrug ist bestimmt 22.000 Euro wert“ sagte der Lehrer. Am nächsten Morgen ging Inga zu einem Römer-Museum. Die Mitarbeiter gingen sofort zu Inga , um ihr den Tonkrug abzukaufen. Inga stimmte zu. Sie bekam 23.000 Euro. Inga freute sich sehr über das Geld und sie ging glücklich nach Hause.

Maximilian Herpers

Der Tote in der Lippe

  1. Dezember, 8 Uhr. Ein Spaziergänger lief über den Lippedamm mit seinem Hund. Er wollte zur Lippefähre gehen, endlich war er da. Dann warf er einen Ball ins Gebüsch – BUM – ein stumpfer Aufschlag. Da sprang sein Hund hinterher. Auf einmal quietschte der Hund. Und sein Herrchen, mit einem Schrecken im Gesicht, lief hinterher. Da sah er ihn, ein Mann verkleidet als Weihnachtsmann, lag in der Lippe. Der Spaziergänger erschreckte sich. Keine fünf Minuten später kam ein Rettungsteam angefahren. In der Zwischenzeit hat der Mann versucht, ihn aus dem Wasser zu ziehen, da kam das Rettungsteam an. Sie brauchten gar nicht versuchen, ihn wieder zu beleben.

 

Julien Thaele

 

Elfchen

Lippe

fließt langsam

sehr langer Fluss

viel Wasser

Kalt

Nika Balitzki

Hugo der Fisch

Hugo lebt in der Lippe. Die Lippe ist für Hugo aber auch sehr gefährlich, weil da auch Hechte leben und ein Hecht möchte Hugo immer fressen. Aber der Sohn vom Hecht ist der Freund von Hugo. Der Vater aber schwimmt Hugo immer hinterher. Und will ihn immer fressen. Aber er kriegt ihn nicht. Hugo hat einen Schatz gefunden. Aber es war nicht irgendein Schatz, es war eine Falle. Er schwamm zum Schatz und dann ist ihm aufgefallen, dass er im Revier vom Hecht war. Der Hecht ist zu ihm geschwommen. Dann hat er ihm gedroht, dass er ihn frisst. Hugo schwamm im Kreis und der Hecht ist umgefallen, weil ihm schwindelig war. Der Hecht lag auf dem Boden und Hugo schwamm weg. Hugo hatte aber Angst. Sein Freund schwamm Hugo hinterher. Hugo sagte: „Ist es wieder eine Falle?“ „Nein“ sagte sein Freund, „wir sind doch Freunde.“ Und die beiden haben noch bis tief in die Nacht gespielt und waren immer noch beste Freunde. Der Hecht schwamm wieder nach Hause und Hugo blieb in seinem Zuhause. Und er hat sich jeden Tag mit seinem Freund getroffen.

 Tim Kretschmann

Meine Geschichte

Als ich an der Lippe mit meiner Angel saß, wollte ich einen Wels oder Hecht fangen. Wie ich die erste Stunde an der Lippe saß, hatte ich noch immer keinen Fisch gefangen. Das ging vier Stunden so weiter und es wurde langsam dunkel und ich wurde immer müder. Als ich einen Biss hatte, habe ich mich erschrocken, weil ich gemerkt habe, dass es ein großer Fisch war. Ich habe eine Stunde versucht, ihn heraus zu holen, aber es hat nicht geklappt. In meiner rechten Hand hatte ich die Angel, an der linken Hand mein Handy und ich habe meinen Vater angerufen, dass er mir helfen soll. Plötzlich ist mein Handy ins Wasser gefallen. Als mein Vater endlich gekommen ist, holten wir ihn zusammen auf unsere Seite. Mein Vater sah den Kopf von dem Fisch und sagte: „ Es ist ein riesiger Wels, den werden wir nie heraus holen.“ Doch plötzlich hatten wir ihn raus gezogen. Es war ein 15 Meter langer Wels. Jetzt war endlich das Monster der Lippe raus.

Aslanbek Bugaev

Die verseuchte Lippe

Eines Tages haben die Wissenschaftler bei der Lippe einen Testversuch eines Projekts durchgeführt. Während des Tests haben die Wissenschaftler bemerkt, dass die Lippe verseucht ist. Die Wissenschaftler haben geguckt, wie es dazu kam. Die Wissenschaftler haben natürlich eine Probe mitgenommen. Trotz der Probe wussten die Wissenschaftler immer noch nicht, wie es dazu gekommen ist. Nach drei Jahren wussten sie es immer noch nicht. Nach vielen Versuchen, haben sie es aufgegeben. Doch ein Wissenschaftler wollte nicht aufgeben. Er hat alles untersucht. Doch die Fische waren nicht verseucht, sogar nicht, wenn sie vom Wasser getrunken haben. Der Wissenschaftler hat danach Kameras verteilt. Eines Tages, es war gegen 22 Uhr, der Wissenschaftler hatte schon ganze sechs Stunden die Lippe überwacht. Plötzlich sah er eine seltsame Kreatur in der Lippe schwimmen. Als er heran zoomte, sah er, wie die Kreatur irgendwelche Gase aus dem Mund pustete. Auf einmal färbte sich das Wasser rot und leuchtete. Der Wissenschaftler rannte sofort zur Lippe und hat sofort einige Proben mitgenommen. Bei mehreren Versuchen bemerkte er, dass das rot gefärbte Wasser nicht eine gefährliche Reaktion hervor bringt, sonder sogar heilende Kräfte hat. Leider wurde die Kreatur nie wieder gesehen und die Verseuchung war keine richtige Verseuchung, sondern sollte nur die rote Farbe verstecken.

Felicitas Malikt

 Klippe an der Lippe

 

Zwei Personen waren hier

Und aßen ein fettes Tier.

Sie waren an der Lippe

Und saßen in der Nähe an der Klippe.

Sie sahen auf den Fluss

Und hatten auf einmal Lust.

Sie sprangen herein

Und der eine brach sich das Bein.

Der andere war ein Schwein

Und ließ seinen Freund allein.

Nun trieb der eine in der Lippe

Und schaute rauf zu der Klippe.

Sein Freund war nicht zu sehen

Wohin könnte er wohl gehen.

Die Person trieb allein

Mit einer großen Wunde am Bein.

Er war bereit zu gehen

Und konnte plötzlich seinen Freund sehen.

Der Freund war mit Helfern an der Lippe.

Der eine half dem anderen heraus

Sie gingen dann gemeinsam nach Haus.

Emma Koch

Die Geschichte der etwas anderen Fische

Hallo! Ich heiße Jannis und bin ein Fisch. Genauer gesagt eine Forelle und ich wohne mit meiner Familie in der Lippe. Ich möchte euch meine Geschichte erzählen. Es war Frühling und ich kam auf die Welt.Etwas Anstrengung und Schwups war ich da: „Hallo ihr kleinen Racker!“ sagte eine tiefe Stimme zu mir und meinen Geschwistern. Es war unser Vater!Ich und meine neun Geschwister waren unser ganzes Leben lang irgendwie anders als unsere Eltern: Wir sahen so anders aus, waren so anders flink und auch irgendwie viel kleiner als Mama und Papa.Als wir langsam ins Jugendalter kamen fragten wir mal unsere Eltern: „Mama, Papa? Also wir….wir wollten euch fragen, wieso wir so anders sind als ihr.“ „ Ihr seid so anders….naja, weil ihr gar keine Welse seid wie wir….Ihr seid Forellen und eure leiblichen Eltern haben euch kurz bevor ihr auf die Welt kamt verlassen“, antworteten sie. Wir waren zwar geschockt, aber Mama und Papa bleiben Mama und Papa.Jetzt leben wir immer noch im größten Frieden und haben uns natürlich genauso so lieb wie früher.

Deniz Alkan

Fritzi Frosch der Held

Fritzi Frosch ist zur Lippe umgezogen. Drei Tage später besucht er seine neuen Nachbarn. Fritzi klopft an. Der Nachbar öffnet die Tür. Fritzi sagt: „Hallo, ich bin der neue Nachbar.“ Der Nachbar bittet ihn herein. „Wie ist dein Name?“ „Oh, Entschuldige, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Fritzi.“ „Ich heiße Albert. Willst du etwas trinken?“ „Nein danke“. Zwei Stunden später: „Es ist schon spät, ich gehe nach Hause. Schönen Abend, Albert!“ „Dir auch!“ Plötzlich auf dem Weg sieht er die Nachbarin Hildegard. Sie steckt fest: „Oh, Hilfe!“ Fritzi versucht ihr zu helfen. Er zieht und zieht. Es klappt nicht. Dann kam ihm eine Idee. Er holt eine Schaufel und versucht sie frei zu buddeln. Es klappt. Sie ist befreit. „Fritzi, du bist mein Held!“

Marcel Heiming

Die Lippe mit dem Wunderwasser

Kapitel 1 – Die Sage des Wunderwassers

„Komm Leonardo, ab ins Bett“ „Ich will aber nicht! Ich bin noch gar nicht müde.“ „Jaja ist klar. Komm ich erzähle dir eine Geschichte.“ „Es war einmal vor langer Zeit, als Gott gerade sein Werk vollendet hatte, schuf er einen großen See, den er aber nicht mit normalem Wasser füllte, sondern mit Wunderwasser. Dieses Wunderwasser sollte alle Menschen, die damit in Kontakt geraten, friedlich machen. Doch eines Tages gab es ein großes Erdbeben und der magische See verschwand in der Tiefe. Man behauptet, dass der See tief unter dem heutigen Deutschland liegt. Ende. – So jetzt wird aber geschlafen.“ „Mama, stimmt das, dass es den See noch gibt?“ „Man weiß es nicht, es haben schon viele mit ihren lächerlichen Erfindungen probiert den See zu finden, aber niemand hat es geschafft. Gute Nacht Leonardo.“ „Gute Nacht Mama.“

Kapitel 2 – 18 Jahre später

„Leo? Kommst du Essen?“ „Ja.“ „Wasch Dir bitte die Hände und setz dich!“ „Was gibt’s zu essen?“ „Suppe. Was hast du gemacht?“ „Ich war draußen und hab Unkraut gezupft.“ In Wahrheit war Leonardo aber gar nicht Unkraut zupfen. Er saß in seinem Schuppen, der einst seinem Vater gehörte, und er war dabei, ein fliegendes Schiff zu planen. Er wusste, wenn er es seiner Mutter erzählen würde, dass das sie sauer werden würde, weil sie es nicht mochte, wenn Leonardo in seinem Schuppen ist. Aber egal, denn Leonardo war ein Genie auch wenn ihn manche Leute als Spinner bezeichneten. Leonardo war fest davon überzeugt sein Heimatland, die USA, mit seinen Erfindungen besser zu machen. Dies hat sein Vater auch schon probiert, aber leider ist eine seiner Erfindungen schief gegangen und explodiert. Aber trotzdem ist Leonardo fest davon überzeugt ein großer Erfinder zu werden.

Leonardo war mal wieder in Vaters Schuppen und war dabei etwas aufzuräumen, denn dann hätte er mal wieder ein wenig Platz. So kam es, dass Leonardo gerade eine Kiste auf ein Regal stellen wollte, dieses aber durch das enorme Gewicht zusammenbrach. Dabei ging eine von Vaters alten Kisten kaputt und zersplitterte in tausend Teile, und alles was sich darin befand verteilte sich im Raum. Leonardo wollte gerade alles aufheben, doch seine Mutter, die nach ihm rief, störte ihn dabei. Also musste er später aufräumen. „Da bist Du ja. Wo warst Du denn schon wieder, Du bist ja ganz dreckig!“ „Ich war im Garten“ „Soso, hör mal, ich muss ins Dorf ein paar Einkäufe erledigen, bleibst du solange hier?“ Das war wie das Schicksal, wie die Faust aufs Auge, denn dann konnte Leonardo ungestört Vaters Sachen durchwühlen, und bevor seine Mutter zu Ende geredet hatte, hat er auch schon ja gesagt. Kurz nach dem Gespräch mit seiner Mutter rannte Leonardo wieder in den Schuppen, um nachzusehen was in der Kiste war.

Kapitel 3 – Die Weltfriedensmaschine

Als Leonardo vor dem Schuppen stand, schaute er sich noch einmal um, er wollte sichergehen, dass seine Mutter auch nicht guckt. Dann ging er rein. Er schloss die Tür hinter sich und schaute sich die ganzen Unterlagen an, die auf dem Boden verstreut waren, er hockte sich hin und begann sich die Sachen gründlich anzuschauen. Aber nach der vierten Mappe hatte er die Lust verloren die restlichen sechzehn Mappen durchzusuchen. Also nahm er alles und packte es in den Karton, doch auf einmal rutschten Briefe aus einer Mappe heraus und fielen zu Boden. Sie alle schienen schon geöffnet zu sein, also nahm er sich die Freiheit und warf ein Blick in die Briefe.

Er konnte es nicht glauben, die Briefe waren tatsächlich von seinem Vater. Sie schienen alle den gleichen Adressaten zu haben.

Alle Briefe gingen in die Silverstreet Nummer  34. Was ihm allerdings erst später aufgefallen ist: Das war seine Adresse! Also las er weiter die Briefe, um zu erfahren, an wenn sie sich richteten.

Sliver street no. 34                                                        12. März 1914

United States of America

Mrs.  Brown

Hallo mein Engel,  ich bin erfolgreich in Deutschland angekommen. Ich hab es mir etwas anders vorgestellt, aber es ist ganz ok. Morgen werde ich mit dem Bau meiner Maschine anfangen. Ich muss nur noch die Quelle des Wunderwassers finden. Ich hoffe, ich sehe dich und Leo bald wieder.

In Liebe

Gustav B.

Leonardo war etwas sprachlos. Hatte sein Vater eine Maschine gebaut und ging es um das Wunderwasser aus den Märchen, die sie uns erzählten? Er hielt es erst für einen Scherz bis er sich dann den zweiten Brief durchlas.

Silver Street no. 34                                                              06.Mai 1914

United States of America

Mrs. Brown

Hallo Elisa, ich fürchte ich werde euch nicht mehr sehen. Ich wurde als Kriegsgefangener abgestempelt und sitze nun im Gefängnis. Mein Urteil ist die Todesstrafe, sie haben mich bei meinen Bauarbeiten erwischt. Bitte sag Leonardo, dass Papa ihn lieb hat.

Ich liebe Dich bis in die Ewigkeit

 Gustav B.

Leonardo wusste nicht wirklich, was mit seinem Vater passiert war, weil Mutter nie über ihn redete. Es überkam ihn eine Traurigkeit. Nach ein paar Minuten hatte er sich wieder beruhigt. Er lag die Briefe beiseite, als ihm ein Brief auffiel, der nicht geöffnet war. Leonardo hob ihn auf, schaute sich diesen Brief an und viel fast in Ohnmacht.

Silver street no. 34

United States of America

Mr. Leonardo Brown

Mein lieber Leonardo, ich werde es immer bereuen, dass ich Dich und Deine Mutter damals verlassen habe. Aber es hat mir auch ein paar Vorteile gebracht. Du findest in dem Brief ein Bankausschreiben, damit kannst Du zur Bank gehen und Dir mein Erbe abholen. Außerdem habe ich Baupläne für die Maschine beigelegt. Ich hoffe du beendest die für mich und wirst ein großer Erfinder, und denk dran: Ich hab Dich lieb.

Dein Vater Gustav Brown

Leonardo war ganz aufgeregt. Er hatte tatsächlich einen Brief von seinem Vater bekommen. Er schaute nochmal in den Umschlag und tatsächlich lag dort ein Bankausschreiben. Ich schaute eine Weile darauf, bis ich den Betrag fand, den mir mein Vater vererbt hat. „Ich kann es nicht fassen, mein Vater hinterlässt mir tatsächlich 10.000$!“ Leonardo war ganz aus dem Häuschen. Dann holte er noch den Bauplan aus dem Umschlag. Er faltete ihn auseinander und betrachtete das Konstrukt. „Ich werde Deine Maschine vollenden, ich verspreche es Vater.“

Kapitel 4 – Das Bankausschreiben

Er schaute auf die Uhr, um zu sehen, wann Mutter wieder nach Hause kommen würde. Wenn sie einkaufen geht. unterhält sie sich fast mit jedem, den sie kennt. Deswegen ging Leonardo nie mit. Also war sie meistens zwei Stunden weg. „Perfekt 13 Uhr 35, noch eine Stunde.“ Er nahm das Bankausschreiben setzte sich auf sein motorisiertes Fahrrad und fuhr los zur Bank. Sein Fahrrad hat er mit Hilfe eines eigenen entwickelten Motors gebaut. Um 13 Uhr 50 erreichte Leonardo die Bank. Er ging zu einem freien Schalter und gab das Bankausschreiben ab. Der Mann hinter dem Schalter der laut seinem Schild zur Urteil „Mr. Black“ hieß, schaute eine Weile darauf. Nach ein paar Minuten sah er endlich wieder auf. „Komm mal mit, mein Junge.“ Leonardo war etwas beunruhigt, aber er folgte ihm. Mr. Black klopfte an eine große dunkle Tür. Kurz darauf ertönt nur ein „Herein“. Mr. Black öffnete die Tür und stieß ihn hinein, er ging wieder raus und schloss die Tür. Der Mann, der hinter seinem Schreibtisch saß,  schaute ihn an und sagte: „Guten Tag Mein Herr, ich bin Mr. Leitz wie kann ich Ihnen weiterhelfen?“ Leo trat einen Schritt vor und gab Mr. Leitz das Ausschreiben. „Ich habe hier dieses Bankausschreiben, darauf steht, dass mir mein Vater 10.000$ vererbt hat.“ „Nun ja, das ist eine ganz schön große Summe. Sollen wir es Ihnen Stück für Stück auszahlen oder möchten sie sofort alles haben?“ Leonardo überlegte kurz. Wenn er alles bekäme, könnte er alles auf einmal ausgeben. Wenn er es nur in Stücken bekäme, könnte es zu wenig für die Erfindung sein. „Ich möchte sofort alles haben!“ Mr. Leitz nahm einen Telefonhörer in die Hand und telefonierte kurz. Kurz darauf kam ein Mann in den Raum. „Wärst Du bitte so freundlich und bringst Mr. Brown zu seinem Schließfach?“ Der Mann nickte zustimmend und begleitete ihn hinaus. Er lief mit ihm durch zahlreiche Gänge bis zu dem Schließfach, auf dem der Name „Brown“ stand. Er holte einen großen Schlüssel aus seiner Tasche und öffnete es. Leo konnte es kaum glauben das ganze Fach war voll mit Geld. Er holte einen Umschlag aus seiner Tasche und steckte dort das Geld hinein. Der Mann schloss das Schließfach wieder zu und begleitete ihn bis zum Ausgang.

Leonardo hat noch nie so viel Geld besessen, und es fühlte sich verboten an, damit durch die Gegend zu fahren. Er hatte Glück, seine Mutter war noch nicht zuhause. Leo stellte sein Fahrrad weg und ging ins Haus. Er suchte einen sicheren Platz, an dem er das  Geld versteckte. Er wusste, wenn er das seiner Mutter erzählen würde, dann würde sie das Geld beschlagnahmen. Also versteckte er das Geld unter seinem Bett in der oberen Etage. Als er gerade wieder runter ging kam seine Mutter ins Haus. Er nahm ihr die Einkäufe ab, sie fragte: „Was hast du so gemacht als ich weg war?“ Leonardo musste mal wieder lügen, das tat er nicht sehr gerne. Aber es war auch irgendwie die Wahrheit: „Ich bin mit meinem Fahrrad gefahren.“

Kapitel 5 – Die Wahrheit

Es sind nun einige Wochen vergangen und Leonardo hat fast schon wieder vergessen das er 10.000$  unter seinem Bett hat. Eines wunderschönen Morgens ist Leonardo losgefahren um Brötchen zu holen, denn seine Mutter hatte Geburtstag. Also machte er sich auf dem Weg Brötchen vom Bäcker zu holen. Als seine Mutter wach wurde, schaute sie nach Leonardo. Doch er war nicht da. Die Mutter schaute sich im ganzen Zimmer um, doch sie fand ihn nicht. Da sah sie eine kleine Ecke von einem Geldschein unter der Matratze hervorgucken. Sie hob die Matratze an und sie bekam ganz große Augen. Plötzlich kam Leonardo hinein. Seine Mutter schaute ihn ganz böse an. „Darf ich fragen, woher Du das ganze Geld hast?“ „Ähm, von Vater. Er hat es mir vererbt. Also ist es meins“ „Komm gib es zu, Du hast es gestohlen, weil wir nicht so viel Geld haben. Sag schon, wo hast du es gestohlen?“ „Ich hab es nicht gestohlen, das ist das Erbe was mir mein Vater hinterlassen hat, und jetzt raus aus meinem Zimmer!“ Leonardo setze sich auf den Boden und fing an zu weinen. Nach einer Weile hatte er sich wieder beruhigt und packte das ganze Geld ein. Er verbrachte den ganzen Tag in seinem Zimmer und sprach kein Wort mit seiner Mutter. Er hatte den ganzen Tag Radio gehört. Doch als er gerade schlafen gehen wollte, rief ihn seine Mutter, es war dringend das konnte man hören. Also flitze er runter und ging ins Wohnzimmer, wo seine Mutter vor dem Fernsehen saß. Dort sagte ein  Nachrichtensprecher: „Es ist nun eine Weile her, dass der erste Weltkrieg vorbei ist und so langsam haben wir alles wieder aufgebaut.“ Der Nachrichtensprecher stoppte kurz, als würde er gerade etwas zugeflüstert bekommen. Dann redete er weiter.  „Wir unterbrechen die Nachrichtensendung für eine wichtige Eilmeldung. Es sind nun einige Monate vergangen seit Adolf Hitlers Wahlsieg am 30. Januar 1933. Doch nun scheint die Sache zu eskalieren. Kurz gefasst wir hoffen, dass unser Militär stark genug ist und dass uns andere Länder helfen Adolf Hitler auszuschalten, denn es ist gerade der Zweite Weltkrieg ausgebrochen. Ich kann Ihnen nur raten, nehmen sie sich in Acht. Die Deutschen könnten jederzeit angreifen.“ Damit war die Nachrichtensendung zu Ende. Er konnte es nicht fassen. Er war schockiert. Er ging wieder in mein Zimmer und legte sich schlafen. Es war eine grausame Nacht, er bekam kein Auge zu, er war die ganze Zeit in Angst, s gleich ein Bombe einschlägt.

Kapitel 6 – Der Plan wird umgesetzt

Leonardo hatte einen Plan. Er stand auf, nahm sich den Sack mit dem Geld und rannte zu seinem besten Freund John King. Er wohnte auf einem Bauernhof etwas abgelegen von der Stadt. Als er dort völlig aus der Puste dort ankam, wartete John schon auf ihn. Sie hatten vorher telefoniert. „Hi John, danke dass ich kommen durfte.“ „Hi Leo, kein Problem, aber was hast du denn vor, dass wir uns jetzt treffen müssen?“ „Also…“ Nach ungefähr einer Stunde hatte es auch schließlich John verstanden. Sie wollten ein Luftschiff bauen und damit nach Deutschland reisen, um von dort aus die Maschine zu entwickeln die schon Leos Vater bauen wollte. Sie tüftelten die ganze Nacht und den darauf folgenden Tag. Nach harter Arbeit war es nun vollbracht. Das Luftschiff war fertig und abreisebereit. Heute Nacht wollten sie los. Sie waren den ganzen Tag damit beschäftigt ihre Sachen zu packen und genug Proviant mitzunehmen. Zum Schluss schrieben beide noch einen Brief an ihre Eltern, dass sie sich keine Sorgen machen sollten. Nun war es soweit. „Du Leo, schaffen wir es denn bis nach Deutschland?“ „ John, sei doch jetzt nicht so ängstlich, wir sind doch schon so weit gekommen. Außerdem – wenn wir es schaffen die Welt zu retten dann werden wir berühmt und total beliebt bei den Frauen. Also komm jetzt!“ Leonardo und John trennten die Seile durch und sie hoben ab. „Auf nach Deutschland!“

Kapitel 7 – Über den Wolken

Es war mitten in der Nacht, es war alles dunkel bis auf ein kleines schwaches Licht was am Himmel zu sehen war. Das war das Luftschiff von Leonardo und John. Die beiden hatten ein paar Lampen mitgenommen, damit sie es nicht ganz so dunkel war. Sie hofften, dass sie niemand bemerken würde. Aber nach einiger Zeit konnten sie sehen, wie in immer mehr Häusern das Licht anging. Sie machten schnell die Lampen aus. Nach einiger Zeit waren sie endlich auf offener See. Es war eine ruhige Nacht. Es wehte ein kleines Lüftchen. „Du John, ich glaube wir sollten uns mal schlafen legen“ „Okay, aber mach die Lampen aus, so bleiben wir unentdeckt.“ Doch gerade als sie sich schlafen legen wollten, sahen sie Lichter unter ihrem Luftschiff vorbeiziehen. „Sie mal Leo, ich glaube das ist ein Kriegsschiff, oder?“ „Ja“ „Du Leo, das sind die Deutschen“ Es dauerte nicht lange da sahen sie wie mehrere Geschosse, die auf die kleine Küstenstadt gerichtet wurden. Kurz danach flogen mehrere Flugzeuge an ihnen vorbei und bombardierten die Stadt. Es gab eine gewaltige Explosion, die niemand überlebt haben konnte. Da wo vorher ihre Heimatstadt war, sahen sie einen riesigen Krater aus Staub und Steinen. „Nein, warum“ Leonardo war am Boden zerstört. Alles war auf einen Schlag weg; seine Heimat, seine Freunde, seine Mutter, alle weg. Alle auf einen Schlag tot. Leonardo sank zu Boden. Am frühen Morgen weckte ihn John, doch Leonardo wollte nicht. Er hatte alles verloren, alles was er jemals besessen hatte. Doch John wollte dies nicht so enden lassen: „ Jetzt hör mir mal zu! Glaubst Du, ich fühle mich nicht auch scheiße! Ich hab auch alles verloren, und deswegen muss ich ja nicht sofort den Geist aufgeben. Das Leben passiert und Du kannst es auch nicht mehr rückgängig machen. Du kannst jetzt gerne die ganze Zeit da rumsitzen und es bereuen, aber es wird sich sowieso nichts ändern. Egal was du machst. Außerdem hast du immer noch mich“ „Ja, leider“ sprach Leonardo mit einem Lachen im Gesicht. Beide mussten lachen und bemerkten nicht, dass vor ihnen ein Flugzeug war. Als sie es dann doch noch sahen, sprangen beide aus dem Luftschiff, doch es war zu spät. Der gute John, der Leonardo soeben noch aufgemuntert hatte, wurde vom Flugzeug mitgerissen. Er hat es nicht geschafft, er sprang zu spät und wurde vom Triebwerk  eingesogen. Leo hingegen fiel ins Meer und beobachte das Geschehen. Er war wieder am Boden zerstört, jetzt hat er auch noch seinen einzigen Freund verloren, mit dem er doch ein gemeinsames Abenteuer erleben wollte. „Warum? Warum guter Gott tust du mir das an?“ Leonardo trieb nun auf dem offenen Meer, ohne irgendwelche Ahnung was er jetzt machen sollte. Er war verloren. „Niemand wird mich hier finden…“

Kapitel 8 – Die Rettung kommt

Leonardo trieb mitten auf dem Meer, als er in der Ferne ein Schiff sah. Er schwamm mit aller Kraft zum Schiff. Kurz bevor er da war, hielt er an. Es war ein Kriegsschiff. Leonardo hatte Bedenken, näher ran zu schwimmen – waren es Feinde oder Freunde? Doch letztendlich wagte er es. Ein Matrose, der an Bord patrouillierte, sah Leonardo im Wasser schwimmen und schlug Alarm: „MANN ÜBER BORD!“ Der Matrose warf Leonardo ein Rettungsring zu und zog ihn aus dem Wasser. An Bord bekam Leonardo neue Kleidung und etwas zu essen. Danach wurde er zum General gebracht. „Na was haben wir denn hier? Einen Spion?“ „Nein Sir. Ich bin Leonardo Brown. Ich bin geflohen als die Deutschen angegriffen haben. Ich habe aber auch eine Frage…“ „Nein, ich stelle hier die Fragen und Du redest nur wenn Du dazu aufgefordert wirst. Haben wir uns verstanden?“ „Ja Sir, aber…“ „Nein, was habe ich gesagt?“ „Ich rede nur, wenn ich dazu aufgefordert werde.“ „Weißt du überhaupt mit wem du sprichst?“ „Ja Sir, äh, nein Sir…“ „Ich bin General Ernest J. King der amerikanischen Marine. Aber jetzt mal zu dir, was ist denn überhaupt passiert?“ „Also….“ Leonardo erklärte in kurzen Sätzen, was passiert war. „Hm, Na gut. Aber kurz vor Spanien verlässt du das Schiff.“ „Danke, General King.“ Es vergingen einige Tage auf See bis das Schiff kurz vor Spanien hielt. „So, Endstation junger Mann. Ab hier musst du rudern“ „Vielen Dank Sir!“ Leonardo stieg in ein Boot und fing an zu rudern. Nach ungefähr einer halben Stunde erreichte er den Hafen von Spanien. Er hatte es geschafft. Er hatte endlich wieder festen Boden unter den Füßen.

Kapitel 9 – Der Weg ist das Ziel

Leonardo schaute sich kurz um, er war noch nie so froh gewesen, er hatte es überlebt. Er nahm den Beutel mit Proviant, den er von der Marine bekommen hatte, und er lief los. Leonardo lief über einen Marktplatz, auf dem die Händler alles Mögliche verkauften. Er versuchte stark zu bleiben, doch letztendlich kaufte er doch was. Ein Souvenir, genauer gesagt ein Flaschenschiff. Es wurde langsam dunkel und Leonardo musste gucken, wo er heute Nacht schlafen würde. Er fand ein Hotel, sie hatten noch ein freies Zimmer. Leonardo war froh über die Unterkunft. Im Zimmer angekommen, legte er sich sofort auf das Bett und fiel in einen tiefen Schlaf. Am nächsten Morgen war Leonardo schon früh wach, denn er musste schließlich noch weiter. Also nahm er seine Sachen und machte sich mit neuem Proviant auf den Weg nach Deutschland. Er lief gerade mal vielleicht zwei Kilometer und war schon müde. „Puh, so wird das nie was.“ Dann hatte er eine Idee. Er stellte sich an den Straßenrand und streckte den Daumen aus. Nach nicht mal fünf Minuten hielt ein Auto an und nahm Leonardo mit. Es war eine endlos lange Fahrt aber kurz vor der französischen Grenze musste er aussteigen und zu Fuß weiter gehen. Denn er hatte keinen Pass, der ist beim Absturz des Luftschiffs verloren gegangen. Also musste er schauen, wie er unbemerkt über die Grenze kommen könnte. Leonard fand, dass es eine gute Idee sei, auf die Dunkelheit zu warten und dann über den Grenzzaun zu klettern. Also wartete er bis es dunkel wurde. Er nahm etwas Anlauf und hops, sprang er über die Grenze. Plötzlich fiel Leonardo ein, dass das ziemlich dumm war, denn in der Dunkelheit konnte er sich schlecht orientieren. Nach einiger Zeit lief er trotzdem los. Irgendwann fand er mitten im französischen Nirgendwo einen alten Schuppen. Er reichte vollkommen für eine Nacht aus. Leonardo legte etwas Stroh zusammen und legte sich dann darauf, um zu schlafen.

Kapitel 10 – Reise durch Frankreich

Am nächsten Morgen wurde Leonardo von einem Geräusch geweckt. Es war der Motor von einem Traktor. Leonardo stand schnell auf und versteckte sich, denn er hatte einen Plan. Der Bauer hatte mit dem Traktor draußen angehalten, er öffnete das Tor und ging in den Stall hinein. Leonard hingegen, schlich sich  leise raus und setzte sich auf den Traktor. Der Bauer hatte zum Glück den Motor laufen gelassen. So konnte Leonardo einfach aufs Gaspedal treten und der Traktor fuhr los: „Ich bring ihn wieder zurück, versprochen!“ Nun konnte sich Leonardo viel schneller fortbewegen, auch wenn er wegen des Diebstahls ein schlechtes Gewissen hatte. Leonardo fuhr durch Wiesen und Felder, durch Täler und Wälder bis er am Abend ein Dörflein erreichte. Dort wollte er übernachten. Leonardo parkte den Traktor auf einem kleinen Parkplatz hinter einem Haus. Dann lief er durch das Dörflein, in der Hoffnung eine Herberge zu finden. Er wollte gerade schon aufgeben, da fand er doch noch eine Unterkunft: Eine Gaststätte, die Zimmer vermietete.  Leonardo öffnete die Tür und ging zu einem Kellner, der in der Gaststätte arbeitete. „Hallo, Entschuldigung.“ „Ja, wie kann ich Ihnen weiterhelfen?“ „Haben Sie vielleicht noch ein Zimmer frei? Nur für eine Nacht?“ „Da müssen sie mit meiner Schwester sprechen, sie leitet die Herberge im Obergeschoss.“ „Okay, danke.“ „Gern geschehen. Ach so, meine Schwester steht dahinten.“ Leonardo drehte sich kurz um und ging dann zur Schwester des netten Kellners. „Hallo sie müssen wohl…“ Sie drehte sich um und Leonardo war wie gelähmt. Er hatte so ein komisches Kribbeln im Bauch, was ihm total fremd war. „Oh hallo, ich bin Miss Lefevre, ist alles okay bei ihnen?“ Leonardo wusste nicht, was er sagen sollte, und er nickte nur. „Wie kann ich Ihnen denn weiterhelfen?“ Dann riss sich Leonardo zusammen: „Ähm, haben sich noch ein Zimmer frei?“ „Aber natürlich. Folgen Sie mir, ich bringe Sie auf Ihr Zimmer. Ach, und Sie können mich auch Caroline nennen.“ „Danke Caroline, Sie können mich auch gerne Leonardo nennen!“ „Weißt Du, wir bekommen nicht oft Besuch. Wo kommt unser Leonardo hier denn her?“ „Ich komme aus Amerika.“ „Da wollte ich schon immer mal hin. Sag mal, Leonardo, warum bist Du hier?“ „Ich bin auf der Durchreise. Sie können mich auch Leo nennen.“  „Hier Leo, Dein Zimmer. Wenn Du Hunger hast, komm einfach runter“ „Ja, danke Caroline.“ Leonardo schaute sich im Zimmer um. Es war nicht besonders luxuriös, aber es war sauber und damit vollkommen in Ordnung. Nach ein paar Minuten ging er in die Gaststube, denn er verspürte ein Grummeln im Bauch. Als er um die Ecke bog, liefen sich Caroline, mit einem vollem Tablett, und Leonardo in die Arme, und das Tablett mit allen Gläsern fiel zu Boden. „Oh nein, das tut mir so leid. Warte ich helfe Dir.“ „Nein schon gut, ich hätte besser aufpassen sollen.“  „Ach quatsch, ich helfe Dir und fertig, das ist doch das Mindeste was ich tun kann.“ „Dich kann man so schnell wohl nicht loswerden!“ Beide mussten etwas lachen. Plötzlich hatte Leonardo wieder dieses Kribbeln im Bauch als er ihr in die Augen schaute. Nachdem die Scherben beseitigt waren, brachte Caroline sie in den Müll und kam kurz darauf wieder. „Also, darf ich Dir was zu essen bringen?“ „Gerne ich verhungere gleich. Was gibt’s denn?“ „Das Tagesgericht von heute zum Beispiel, französischer Eintopf mit einem bunten Salat. Wie wäre es damit?“ „Gerne, ich setze mich an den Tisch dort drüben.“

Kapitel 11 – Liebe geht durch den Magen

Es dauerte ein bisschen, doch dann kam endlich das Essen. Es war köstlich. Allmählich gingen auch alle anderen Gäste. Nur Leonardo saß noch unten und trank sein Wasser. Nachdem alle Tische abgeräumt waren, ging Caroline zu Leonardo: „Darf ich mich zu Dir setzen“ „Gerne doch“ „Darf ich Dich was fragen?“ „Ja klar, frag mich was Du willst“ „Ok. Wie ist es so in Amerika, also dort zu leben und so?“ „Es ist eigentlich nicht anders als hier. Jeder hat einen Beruf, ein Haus und alles, was man zum Leben braucht. Ich hab aber auch eine Frage an Dich.“ „Okay schieß los“ „Warum möchtest du gerne mal nach Amerika?“ „Weil ich dort berühmt werden will und mein eigenes Hotel aufmachen möchte, wo Leute aus aller Welt hineinströmen. Nicht so wie hier. Wenn wir Glück haben, verirrt sich ein Übernachtungsgast im Monat hierhin. Deswegen möchte ich nach Amerika.“ „Cool, viel Glück.“ „Danke. Jetzt bin ich wieder dran. Wie alt bist du?“ „Ich bin 20 Jahre alt.“ „Echt, ich werde nächstes Jahr 20.“ „Okay, was hast Du für Hobbys?“ „Ich zeichne gerne, aber ich baue auch gerne Sachen. Ich repariere zum Beispiel Schränke oder Betten, wenn die mal kaputt sind.“ „Hey, ich zeichne auch gerne, und bauen finde ich auch toll. Ich bin, nein ich werde Erfinder!“ „Weißt Du, Leonardo, ich glaube je näher wir uns kennen lernen, desto mehr glaube ich, dass wir gar nicht so verschieden sind.“ Die beiden schweigen einen Moment bis… „Caroline, du sollst die Gäste doch nicht mit Deinem albernen Zeug vollquatschen. Na los, geh jetzt“ „Aber ich…“ „Geh!“ Caroline ging und Leonardo saß alleine an seinem Platz. „Tut mir leid, meine Schwester redet gerne viel.“ „Ach, ist nicht so schlimm.“ „Okay, Sie sollten jetzt auf Ihr Zimmer gehen. Wir schließen jetzt den Gastraum.“ Leonardo stand auf und ging die Treppen hinauf in sein Zimmer. Er schloss die Tür hinter sich und legte sich in sein Bett. Am nächsten Morgen, als die Sonne durch das Fenster schien, war Leonardo schon wach. Er hatte die ganze Nacht kein Auge zubekommen. Er musste die ganze Zeit an Caroline denken. Leonardo zog sich an, packte seine Sachen und ging runter zum Frühstück. Zum Frühstück gab es Baguette, Wurst, Käse und Rührei mit Speck und Zwiebeln. Leonardo nahm sich von jedem reichlich und setze sich ans Fenster. Er hoffte, er würde Caroline nochmal sehen, bevor er weiterreisen würde. Doch während des gesamten Frühstücks konnte er sie nicht entdecken. Leonardo holte seine Sachen ging zum Kellner, er bedankte sich und Leonardo trat auf die Straße. Langsam trottete er zum Parkplatz, wo er sein Fortbewegungsmittel geparkt hatte. Auf dem Weg kam ein älterer Herr vorbei und sprach Leonardo an: „Was machst Du denn für ein langes Gesicht?“ Leonardo blickte den Mann eine Weile an „ Lass mich raten, es ist bestimmt wegen einer Frau?“ Leonardo nickte leicht. „Ha, ich hab‘s gewusst. Ich erkenne sowas. Also was hat sie gemacht? Hat sie Dich verlassen?“ „Nein. Ich bin, glaube ich, verliebt.“ „Aha. Hast Du es ihr gesagt?“ „Leonardo schüttelte den Kopf.“ „Ja, dann wird es aber Zeit. Na los, sag ihr, dass Du sie liebst!“ Leonardo dachte eine Weile drüber nach. „Ja, Sie haben recht, danke.“ Leonardo drehte sich um, rannte zurück zur Herberge und stürmte hinein zum Kellner: „Herr Brown ich dachte, Sie wären schon weg…“ „Hallo, wo finde ich Caroline?“ „Sie ist zuhause, wieso?“ „Ich muss ihr sagen, dass ich sie liebe, danke!“ Leonardo verließ eilig die Herberge. Er rannte die Straße hinunter, bog einmal links und zweimal rechts ab und dann war er da. Völlig aus der Puste klingelte er an der Tür. Es dauerte einen Moment, dann öffnete sich die Tür und Caroline stand vor ihm. „Oh Hallo, ich hab jetzt mit jemand anderem gerechnet als mit dir Leo. Was gibt’s?“ Leonardo holte kurz Luft, „Caroline ich muss Dir was sagen!“ Er machte eine kurze Pause „Ich, ähm, also ich…“ „Ja was?“ „Ich liebe dich!“ Caroline sah ihn an und sagte nichts. Sie bat Leonardo hinein. Drinnen unterhielten sich die beiden eine Weile. „So, ich muss jetzt los.“ „Kannst Du nicht hierbleiben?“ „Nein leider nicht, aber ich komm wieder, bald.“ „Nimm mich mit, bitte!“ Leonardo überlegte kurz, „es könnte gefährlich werden.“ „Mir egal, Hauptsache ich bin bei Dir“ „Okay, morgen brechen wir auf, noch bevor die Sonne aufgeht.“

Kapitel 12 – Das Deutsche Reich

Am frühen Morgen machten sich Leonardo und Caroline auf den Weg nach Deutschland. Um schnell voran zukommen nahmen sie zwei Pferde. So gegen Mittag machten die beiden eine Pause und aßen was. Dann ging es weiter. Noch bevor es dunkel wurde, erreichten sie Deutschland. Anstatt einer Pause zu machen, ritten sie die Nacht weiter, bis sie schließlich die Stadt Dorsten erreichten. Dort übernachteten sie in einem Hotel, nach ungefähr zwei Stunden ging schon wieder die Sonne auf. Am nächsten Morgen kauften sie sich eine Zeitung und sahen die Anzeigen durch. Sie suchten ein Haus und sie fanden auf diesem Weg auch ein kleines Einfamilienhaus, in das sie einzogen. Leonardo und Caroline fühlten sich wohl in dem neuen Haus. Es vergingen einige Monate, Adolf Hitler war nun schon länger an der Macht und es schien so, als würde er seinen Job nicht gut machen. Kaum einer ging noch auf die Straße, alle verkrochen sich in ihre Häuser oder probierten zu fliehen; viele schafften es aber nicht. Es war der 07. Juli 1935, 8 Uhr morgens. Alle Bürger aus Dorsten versammelten sich, um den großen Führer zu empfangen. Dann um 8 Uhr 30 kommt er, marschiert mit seiner Armee den Napoleonsweg hinunter. Er stellt sich auf ein Podest und hält eine Rede: „Liebe Bürger des Deutschen Volkes! Ich weiß, Deutschland ist in einer misslichen Lage, aber ich habe einen Plan. Als euer Führer werde ich nicht zulassen, dass wir, das Deutsche Volk ausgelöscht werden, und darum bitte ich Sie, treten sie in die Armee ein und kämpfen sie für Ihr Land, für Ihre Familie, für Ihr Volk. Deutschland darf nicht verlieren. Wir zeigen Ihnen, was das Deutsche Volk kann, und dass wir Deutschen zusammenhalten“. Nachdem er zu Ende gesprochen hatte, gab es einen Applaus. „Wenn Sie Deutschland nicht im Stich lassen wollen, dann tragen sie sich in die Listen ein. Wir erwarten Sie!“ Es  waren nicht viele, aber ein paar Menschen trugen sich in diese Listen ein. Leonardo und Caroline hingegen waren gar nicht erst da, sie waren zuhause. Leonardo zeichnete,  denn er hatte ja etwas vor, und Caroline kochte.

Kapitel 13 – Das Bergwerk ruft

Am nächsten Morgen beim Frühstück schlug Leonardo die Zeitung auf und ihm fiel als erstes die Stellenanzeige als Bergmann ins Auge. Da das Geld sehr knapp war, beschloss er am Nachmittag an der Zeche Fürst Leopold vorbei zu schauen, um sich dort vorzustellen. Die Zeche lag ganz in der Nähe seines Hauses. Gegen 14 Uhr kam er an der Zeche an, er fragte einen Bergmann, der ihm entgegenkam, nach dem Personalbüro. Der Bergmann zeigte mit dem Finger auf ein Gebäude, an dem ein Schild mit der Aufschrift „Personalbüro“ hing. Leonardo ging zur Tür, öffnete sie, und wurde von einer langen Menschenschlange überrascht. Er überlegte kurz, ob er wieder gehen sollte, doch er entschied sich dafür, zu bleiben. Nach zwei Stunden war er schon fast dran, nur einer war noch vor ihm. Als dann eine laute, krächzende Stimme „Nächster!“ rief, bekam Leonardo etwas Angst. Angst davor, dass er nicht angenommen werden könnte, weil bis jetzt alle anderen Abgewiesen worden waren. Als dann wieder die krächzende Stimme ertönte, überwand sich Leonardo und er trat in das Büro ein. Er ging zögernd in den Raum und sah sich um. Am andern Ende des Raumes saß ein dicker, glatzköpfiger, griesgrämiger, alter Mann an seinem großen Tisch, der Leonardo sofort ins Auge fiel. Es war ein schöner verzierter Holztisch aus Walnussholz. Der Mann durchwühlte seine Akten und schaute Leonardo gar nicht erst an. Das einzige was er zu Wort brachte war: „Name?“ Da Leonardo nicht schnell genug antwortete, brüllte der Mann nochmal „NAAAMMMEEE!!!“ Leonardo erschreckte sich, weil der Mann so brüllte, er antwortete nur „Brown“ Der dicke, glatzköpfige, griesgrämige, alte Mann schaute plötzlich auf. Er sah Leonardo erstaunt an und fragte „Darf ich mal Ihren Pass sehen?!“ Leonardo wühlte in seinen Jackentaschen nach seinem Ausweis, fand ihn und überreichte ihn dem Mann. Dieser blickte eine Weile darauf. „Sie sind aber kein Deutscher, wir nehmen eigentlich nur deutsche Leute auf. Aber ihr Nachname kommt mir bekannt vor. Sind sie zufällig mit Gustav Brown verwandt?“ Auf einmal musste Leonardo an seinen Vater denken. Nach einer kurzen Zeit antwortete er dann: „Gustav Brown war mein Vater, er kam nach Deutschland, um Geld zu verdienen.“ „Ich war viele Jahre mit  Gustav  befreundet bis er dann schließlich im Bergwerk verunglückt ist.“ Beide schwiegen sich an. „Aber Sie sind ja aus einem anderen Grund hier, oder?“ „Ja, ich möchte gerne in Ihrem Bergwerk arbeiten.“ „Wie gesagt eigentlich nehmen wir keine Ausländer auf, aber ich denke in Ihrem Fall können wir eine Ausnahme machen. Schichtbeginn ist um 6 Uhr. Ich erwarte sie pünktlich und keine Sekunde zu spät!“ Nach dem aufregendem Gespräch beeilte sich Leonardo nach Hause, um die fröhliche Botschaft Caroline zu erzählen. Nachdem er es ihr erzählt hatte, setzte er sich sofort wieder an seine Zeichnungen, denn er hatte einen Plan. Er wollte so etwas wie einen Metalldetektor bauen, um die Quelle des angeblichen Wunderwassers zu finden. Leo baute die ganze Nacht an dem Detektor. Um 5 Uhr 30 nickte er kurz ein.

Kapitel 14 – Die Arbeit beginnt

Ein paar Minuten später wurde er von Caroline geweckt. Nun musste er sich beeilen, denn es war kurz vor sechs. Um  6 Uhr 10 kam er endlich am Tor der Zeche an. Dort wartete schon der Personalchef. „Es ist Ihr erster Tag und Sie sind ganze 10 Minuten zu spät. Eigentlich müsste ich Sie dafür rausschmeißen, aber ich gebe Ihnen eine zweite Chance. Ich behalte Sie im Auge!“ „Tut mir leid, das kommt nie wieder vor. Versprochen“. Nach dem kurzen, aber harten Gespräch, begleitete ein Bergmann Leonardo in eine Art Umkleidekabine. Nachdem er sich die fachgerechte Ausrüstung angezogen hatte, ging es los. Der Bergmann begleitete Leonardo zu einem Fahrstuhl. „Da muss ich rein?“ „Was ist? Du hast doch wohl jetzt nicht Angst?“ Letztendlich betrat Leonardo den Fahrstuhl. Eine klapprige Tür ging zu, man hörte ein kleines Dong und es ging los. Es ging weit runter, die warme Luft, die aus dem Schacht strömte, kam ihnen mit einer sehr hohen Geschwindigkeit entgegen. Es ging sehr tief hinab. Leonardo arbeitete im tiefsten Stollen, den es im Bergwerk gab. Nach einer dreiminütigen Fahrt war er endlich unten angekommen. Er nahm sich seine Spitzhacke und fing an, Kohle abzubauen. Nach ungefähr einer Stunde kam erneut ein Bergmann zu ihm, der ihm eine Flasche Wasser gab, und dann ging es weiter. Als Leonardo sich versichert hatte, dass er alleine war, holte er seinen Detektor hervor und machte ihn an. Es rauschte kurz, doch dann ertönte ein leises Piepsen. Er bewegte sich weiter und das Piepsen wurde immer lauter und schneller. Plötzlich rief ihn jemand: „Hey Du, Schichtwechsel, sieh zu, dass Du hier rauskommst!“ Leonardo drehte sich um und tat ganz unauffällig. Er ging wieder in den Aufzug und fuhr nach oben. Auf dem Weg nach oben wurde es immer heller und heller, so als würde man in eine große helle Lampe blicken.

Kapitel 15 – Die Höhle

Als Leonardo von seinem Schichtwechsel nach Hause kam, wusste er nicht, wie er es unbemerkt schaffen sollte, ins Bergwerk zu kommen, um in Ruhe diesen Hohlraum zu suchen. Kurz bevor er die Haustür aufmachte, hatte er einen Geistesblitz. Er wollte Samstagnacht in das Bergwerk einbrechen. Da Sonntag keiner arbeitete, hatte er alle Zeit der Welt. Der Samstag rückte immer näher und Leonardo machte sich bereit um seinen Plan endlich in die Tat umzusetzen. Um 23 Uhr 50 machte er sich auf den Weg Richtung Fürst Leopold. Er kletterte über den Zaun und ging Richtung Bergwerk. Da der Aufzug nicht funktionierte, musste Leonardo ihn erst einmal zum Laufen bringen. Nachdem er dies geschafft hatte, fuhr er mit dem Aufzug nach unten, bis in den letzten Schacht hinein. Leonardo baute sich alles Notwendige auf und fing an zu graben und zu hämmern.  Doch schon nach zwei Stunden gab er die Hoffnung auf. Er war so wütend, dass er zuhause sein ganzes Labor zerstörte und die Möbel umschmiss. Dabei warf er etwas an die Wand, die kurz danach einen kleinen Durchgang freigab. Luft strömte aus dem großen Raum heraus. Er konnte es nicht glauben. Er hatte es tatsächlich geschafft: „Leonardo Brown der Entdecker des Wunderwassers! Ich kann es nicht glauben!“ Er nahm seine Lampe und schaute sich in der Höhle um. Das Wasser funkelte im Schein seiner Lampe, es war komplett reglos. Plötzlich gab es einen Knall und die Erde bebte. Leonardo schrieb sich schnell die Koordinaten auf und sah zu, dass er sich schleunigst vom Acker machte. Als er oben ankam war es laut, überall hörte man Schreie, es brannte an manchen Stellen, und ein Geräusch, das nicht zu überhören war, war der Bombenalarm. „Hey Du, lauf um Dein Leben, wir werden bombardiert.“ Hier und da hörte man Explosionen, am Himmel waren Rauchschwaden und Kriegsbomber zu sehen, die hier und da mal eine Bombe fielen ließen. Leonardo stand immer noch wie angewurzelt da, als ein Mann auf ihn zukam und ihn ansprach. „Hey Sie, Sie müssen hier weg, sonst werden sie diese Nacht nicht überleben!“ Erst jetzt realisierte Leonardo, dass er gemeint war. „Caroline…. sie ist allein, ich muss schnell zu ihr!“

 „Hey, wie komme ich am schnellsten zu Kaiserstraße?“ Der Mann zeigte auf einen kleinen Weg. „Da, aber Sie müssen schnell in die Bunker.“ Leonardo rannte los und rief noch hinterher „Vielen Dank.“ „Aber zu den Bunkern geht es da lang!“ Leonardo rannte so schnell wie er konnte. Er konnte schon das Dach seines Hauses sehen. Er musste nur noch um eine Ecke. Doch als er um die Ecke kam, gab es einen lauten Knall und das Haus explodierte. Alles, was in diesem Haus war, wurde zerstört durch eine einzige Bombe. Leonardo war am Boden zerstört, er sank in die Knie und es liefen ihm Tränen über die Wange. „Mein arme Caroline!“ Er konnte es nicht fassen, vor einer halben Stunde war er der glücklichste Mensch der Welt und dann das. „Wiieesssoooo?“

Kapitel 16 – Wo ist Caroline?

Es wurde wieder hell und die Kriegsbomber waren schon lange fort. Die Rauchschwarten lösten sich langsam auf und die Menschen kamen aus ihren Bunkern. Leonardo kniete immer noch auf dem Boden und trauerte über den Verlust seiner Geliebten. Als er eine Hand auf seiner Schulter spürte, drehte er sich um, es war aber nicht die erhoffte Person. Es war ein Polizist. „Alles okay?“ „Ja, alles okay.“ Der Polizist ging weiter die Straße hinunter, um nach dem Rechten zu sehen. Doch dann stand Leonardo auf, „Herr Wachmann…“ „Ja…“ „…haben sie vielleicht eine junge Frau gesehen?“ „Können Sie sie näher beschreiben?“ „Sie ist etwa 1 Meter 60 groß, hat lange braune Haare und hört auf den Namen Caroline. Haben Sie sie gesehen?“ „In der Tat, ja, ich habe sie gesehen. Sie ist im Krankenhaus.“ Kurz nachdem er das gesagt hatte, rannte Leonardo auch schon los. 20 Minuten später erreicht er endlich das Krankenhaus. An der Rezeption saß eine Frau, die er umgehend ansprach: „Entschuldigung können Sie mir helfen?“ „Schauen wir mal, um was geht es denn?“ „Ich suche eine Caroline, der Wachmann sagte, sie wäre hier?“ „Sie ist im zweiten Stock, Flur B, Zimmer 12.“ „Okay, danke.“ Sofort machte er sich auf den Weg. Kurz bevor er in das Zimmer eintreten wollte, atmete er nochmal kurz durch, dann klopfte an der Tür und ging hinein. Tatsächlich, Caroline lag auf einem Bett, sie hatte einen Verband um ihren Arm, aber sonst schien es ihr gut zu gehen. Leonardo ging zu ihr und schaute sie an. Caroline schlief, also schrieb Leonardo ihr einen Brief.

Hallo Caroline, es ist schön zu sehen, dass es Dir gut geht. Ich dachte ich hätte Dich verloren. Unser Haus ist komplett zerstört, aber ich habe den Wundersee gefunden mit dem Wunderwasser. Ich komme morgen nochmal vorbei.

Grüße Leonardo

Er legte den Brief auf ihr Nachttischchen und verließ das Krankenhaus.

Kapitel 17 – Der Neuanfang

Da nun Leonardos und Carolines Haus zerstört war, suchte Leonardo ein neues. Aber er fand keins. Bis er auf eine große alte Lagerhalle stieß, die zu verschenken war. Natürlich schlug Leonardo sofort zu. Auch Caroline, die bald wieder aus dem Krankenhaus kam, fand dies eine gute Idee. Das Beste daran war, dass diese Lagerhalle direkt über den Koordinaten des Wundersees lag. Leonardo und Caroline machten es sich in der Halle gemütlich, weil es langsam dunkel wurde, beschlossen sie zu schlafen und am nächsten Tag weiter zu renovieren. Am nächsten Morgen waren beide sehr früh wach und machten sich an die Arbeit. Sie stellten Wände auf, um die Lagerhalle in einzelne Räume aufzuteilen, und sie strichen diese an. Dies nahm ganze zwei Tage in Anspruch. „Mir gefällt es hier viel besser als ihn unserem vorherigen Haus.“ „Ja mir auch, es ist  jetzt viel größer.“ Am nächsten Morgen besorgte sich Leonardo einen großen Bohrer, eine Pumpe, ein paar Schläuche und ein Fahrrad. All dies brauchte er um ein tiefes Loch bis zum Wundersee zu graben. Es vergingen mehrere Wochen, bis er gerade erst mal 100 Meter tief gebohrt hatte.

Kapitel 18 – Die Bohrerei hat ein Ende

Es sind nun 2 Monate, 3 Wochen und 5 Tage vergangen und Leonardo hatte es endlich geschafft. Er war bis zum Wundersee gekommen und hatte auch schon den Schlauch gelegt, mit dem er das Wasser hochpumpen wollte. Das einzige was noch fehlte, war die Maschine von seinem Vater. Das Problem war, dass er kein Geld mehr hatte, um sich die Sachen zu kaufen. Also machte er einen Ausflug zum Schrottplatz und besorgte sich die Teile, die er gebrauchen könnte. Als er wieder zuhause war, fehlten ihm aber noch ein paar Teile. „Ich glaube ich habe ein paar Teile unterwegs verloren.“ Da der Weg bis zu Schrottplatz sehr weit war, hatte Leonardo keine Lust diesen Weg noch einmal zu laufen. Er hatte eine Idee, auch wenn diese nicht sehr legal war. Er wollte in die Zeche Fürst Leopold einbrechen, um dort ein paar Sachen zu stehlen. Als es dunkel wurde machte er sich auf den Weg zur Zeche, er kletterte über den Zaun und lief zum Geräteschuppen. Er nahm sich die Teile, die er benötigte, und lief schnell wieder nach Hause. „Leo, wo warst Du?“ „Ich? Ich war draußen und habe die Sterne beobachtet.“ „Okay, aber sag mir nächstes Mal Bescheid, ich hab‘ mir Sorgen um Dich gemacht.“ „Okay mir geht’s doch gut, ich sag‘ Dir nächstes Mal Bescheid“. Nach dem kurzen Gespräch mit Caroline ging Leonardo ins Bett und legte sich schlafen. Kurz danach kam Caroline und legte sich ebenfalls ins Bett. „Weißt Du Leo, manchmal denke ich so darüber nach, was wäre, wenn ich jetzt noch zuhause wäre.“ „Keine Ahnung, vermisst du denn Dein zuhause?“ „Ja, etwas. Ich hoffe es geht allen gut. Vermisst Du denn nicht Dein zuhause?“ „Doch schon aber…“ „Ja?“ „Als ich mich damals auf den Weg gemacht habe, wurden wir angegriffen und dabei ist mein zuhause zerstört worden. Meine Mutter wusste nicht, dass ich weg war, und es tut mir so leid,  dass ich einfach davon gegangen bin. Und auf dem Weg hierhin habe ich noch einen guten Freund verloren. Ich weiß nicht, ob ich so etwas noch einmal ertrage.“ „Das tut mir leid!“ „Schon gut, Hauptsache wir trennen uns nicht! Gute Nacht.“

Kapitel 19 – Die Maschine

Am nächsten Morgen frühstückten beide ausgiebig „Leo, ich muss gleich mal eben in die Stadt ein paar Einkäufe erledigen.“ „Okay!“ Das war der Moment, wo Leonardo in Ruhe an seiner Maschine bauen konnte. Kurz nachdem Caroline weg war, machte sich Leonard an die Arbeit und baute die Maschine. Er schaffte es, sie fertigzustellen, bevor Caroline zurückkam, aber es fehlte etwas: der Behälter, wo das Böse rein musste. Leonardo dachte nach, welcher Mensch war immer irgendwie böse? Er zögerte. „Ich hab’s, der Personalchef von Fürst Leopold!“ Da man das Böse nicht wie ein Insekt einfangen konnte, baute Leonardo ein kleines Gerät, das das Böse vom Personalchef  aufnehmen sollte. Er tüftelte die ganze Nacht daran, also eigentlich nur eine Stunde, aber egal. Am nächsten Morgen musste Leonardo wieder zu Arbeit. Er kam auch pünktlich an, da er nicht mehr so einen langen Weg hatte. Als er das Firmengelände betrat kam ein Bergmann auf ihn zu „Ey, Du, Neuling. Du sollst zum Personalchef.“ Leonardo ging ohne einen schlechten Gedanken zum Personalchef. Aber es war schon komisch. Als Leonardo an der Bürotür anklopfte, ertönte wieder diese laute, verärgerte Stimme „Herein!“ Leonardo öffnet die Tür und schloss sie auch wieder hinter sich. Da saß er wieder an seinem großen Schreibtisch: Der dicke, glatzköpfige, griesgrämige, alte Personalchef. Leonardo wusste einfach nicht warum, und wie man den ganzen Tag über so verärgert sein konnte. Aber naja, wenigstens war Leonardo nicht so. „Herkommen, sofort“ Leonardo schluckte kurz und ging dann näher. „Was gibt’s Chef?“ fragt er nur. „Was gibt’s, fragt der mich. Ich sag Ihnen, was es gibt!“ Leonardo schluckte erneut. „Sie werden befördert!“ „Wie komme ich zu der Ehre?“ „Die in ihrem Schacht freigelegte Höhle suche ich schon sehr lange, sie wird mich reich machen! Was sagen Sie, machen Sie mit?“ Leonardo zögert kurz. „Nein.“ „Nein?“ „Nein! Und aus einem guten Grund.“ „Den will ich hören…“ „Weil sie ein alter, dreckiger, dicker und geiziger Mann sind!“ Nachdem Leonardo das gesagt hatte, fühlte er sich irgendwie gut. Der Chef stand auf und bevor er irgendwas sagen konnte, haute ihn Leonardo mit einem Buch K.O. und setze ihm seine Apparatur auf. „So das tut vielleicht ein bisschen weh und es dauert ein bisschen.“ Doch als Leonardo seine Apparatur startete, war sie innerhalb von 10 Sekunden fertig. „Wow, der muss wohl richtig fies gewesen sein. Nun jetzt ist er es nicht mehr, denke ich.“ Leonardo lief schnell nach Hause und schloss seine Apparatur an der Maschine an. Er machte sie an. Es dauerte kurz, doch dann konnte man sehen, wie das Wasser durch das Rohr in die Mischkammer lief und das Böse ebenfalls. Die Maschine musste sich nur noch etwas aufladen. Kurz bevor die Messinstrumente den grünen Bereich verließen, schaltete Leonardo die Maschine an. Es ruckelte kurz und dann schoss aus der Maschine ein grüner Strahl heraus. „Es funktioniert!“ Plötzlich kam Caroline herein: „Leo, weißt du das ein grüner…“ „Ja, weiß ich“ „Ach Du liebes bisschen. Du hast es geschafft!“

———Zum selben Zeitpunkt in der Zeche——-

Chef, ist alles okay?“ „Ja, alles gut, wo ist dieser Leonardo Brown?“ „Er ist zuhause, er pumpt das Wasser aus der Quelle unten hoch.“ „Was. Schnell wir müssen in die Höhle und die Rohre finden, mit denen er es hochpumpt. Der Chef und die Bergmänner fuhren so schnell wie es nur ging bis in den letzten Schacht. Sie liefen zum Höhleneingang und fingen an, die Rohre zu suchen.

„Leo, wie funktioniert sie jetzt?“ „Sie mischt das Böse mit dem Wasser und über die Übertragungsstange wird das dann in die Atmosphäre geschickt und dann sollte es anfangen zu regnen.“ „Okay.“ Plötzlich klopfte es an der Tür. „Ich geh schon.“ Leonardo öffnete. „Mr. Brown, schalten sie sofort die Maschine ab!“ „Nein!“ Leonardo knallte die Tür hinter sich zu. „Was wollten die?“ „Ich soll meine Maschine abschalten.“

„Chef ich hab‘ die Rohre gefunden!“ „Warte, ich komme.“ „Hier sind sie.“ „Okay. Nehmen Sie diese Sägen und schneiden Sie diese Rohre ab“ „Das erste ist ab und das zweite auch…“ „Gut gemacht!“

 „Warte mal. Oh nein!“ „Was denn?“ „Hier siehst du das. Wenn diese Nadel auf das schwarze Feld kommt, dann explodiert die Maschine!“ „Und wofür ist der Knopf?“ „Nicht drücken, damit unterbrichst du die Wasserzufuhr.“ „Leo, die Nadel ist gleich auf gelb!“ „Hier dreh damit an dem Rohr, wo das Böse drin ist. Drehe es ganz nach rechts…“ „Warum?“ „Wenn uns das Wasser ausgeht, dann wird statt Frieden das Böse in die Atmosphäre geschossen!“ „Okay, ist zu. Leo die Nadel ist schon auf rot!“  „Okay, schalte die Maschine aus!“ „Hab‘ ich, aber sie hört nicht auf…“ „Sie braucht ein bisschen.“ „Leo, die Nadel ist fast bei schwarz!“ „Ich schalte die Wasserzufuhr ab.“ Leonardo drückte den Knopf, doch es passierte nichts. „Warum funktioniert das nicht?“ „Leo, wir müssen hier weg!“ „Okay, dann los!“  Booooommm!!! Es gab einen gewaltigen Knall und eine riesengroße Explosion. Und auch unten in der Höhle spürte man die Explosion, sie war so stark, dass die Höhle zusammenstürzte. Es gab erneut eine kleine Explosion und ein riesiger Graben entstand, der sich mit dem Wunderwasser füllte. Dieser Graben war gewaltig. Genau in diesem Moment fing es an zu regnen. Alle, die nur einen Tropfen davon abbekamen, oder diesen Regen sahen, wurden freundlich. Auch die Piloten die gerade wieder Bomben abwerfen wollten, wurden friedlich. Sie beobachteten diesen gewaltigen Riss, der von oben aussah, wie eine Lippe. Auch der Personalchef, der in dem Wasser schwamm, war friedlich. Er war der friedlichste Mensch der Welt, weil er in dem Wunderwasser schwamm. Als sich der Staub endgültig gelegt hatte, konnte man zwei Menschen sehen, die regungslos auf dem Boden lagen. Es waren Leonardo und Caroline, sie konnten sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen. Aber dann, als beiden ein Tropfen des Wunderwasserregens in ihre Münder fielen, regten sie sich wieder. „Oh mein Kopf!“ „Caroline geht’s Dir gut?“ „Ja!“

Kapitel 20 – Alles beim Alten? Oder besser?

Nachdem alle wieder zu sich kamen und endlich friedlich waren, wurde auch der Krieg beendet und Frieden geschlossen. Was für alle einen Vorteil hatte. Auch Leonardo und Caroline waren sehr glücklich darüber, dass alles funktioniert hatte.

-Einige Wochen später-

„Wir haben uns heute hier versammelt, weil Leonardo und Caroline den Bund der Ehe eingehen wollen. Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf. Und so hoffen wir, dass sie euch beistehen wird.“ „So frage ich, Leonardo, wirst du Deine Frau lieben und ehren in guten sowie in schlechten Zeiten und bis der Tod euch scheidet?“ „So antworte mit ja ich will.“ „Ja, ich will“ „So frage ich Caroline wirst du Deinen Mann lieben und ehren in guten sowie in schlechten Zeiten bis der Tod euch scheidet?“ „Ja, ich will“ „So erkläre ich euch nun Kraft des mir verliehenen Amtes zu Mann und Frau. Sie dürfen die Braut jetzt küssen.“

 Endlich war dies nun auch geschafft. Zum Abschluss gab es ein großes Fest bei ihnen zuhause. Plötzlich klingelte es an der Tür. „Ich mach schon auf!“ Caroline ging zur Tür und öffnete. „Entschuldigen Sie, wohnt hier zufällig ein Leonardo Brown?“ „Ja, kommen Sie doch rein.“ Die Frau betrat das Haus und Caroline begleitete sie. Als sie ins Wohnzimmer kamen, stockte Leonardo der Atem: „Mutter!“ „Leo! Komm her, lass Dich drücken!“ „Aber ich dachte, Du wärst umgekommen als wir angegriffen wurden.“ „Ich konnte mich vorher noch retten.“ „Ich bin so froh!“ „Wie ich sehe, hast Du es geschafft die Maschine von Deinem Vater zu bauen. Ich habe nie an Dir gezweifelt!“ „Aber ich dachte, ich sollte kein Erfinder werden, weil du nicht wolltest, dass ich so wie Vater ende.“ „Ja, das war auch so. Aber was ich Dir nie erzählt habe: Dein Vater ist nicht wegen einer seiner Erfindungen umgekommen!“ „Ich weiß, er ist in einem Bergwerk verunglückt.“ „Nein ist er nicht.“ „Aber …“ „Dein Vater war damals mit seinem besten Freund hierher gereist. Sie hatten gerade einen wissenschaftlichen Durchbruch erlebt, der ihnen viel Geld einbringen sollte. Aber sein Freund wollte das Geld für sich behalten, also brachte er ihn um.“ „Wer war denn dieser Freund?“ „Ich glaube er ist momentan Chef von einem Bergwerk.“ „Den kenne ich, mit dem habe ich noch ein Hühnchen zu rupfen.“ „Keine Sorge, er wurde gerade von der Polizei abgeholt!“ „Na dann ist ja alles wieder in Butter. „Ich bin so stolz auf dich mein Sohn!“ Und so kam es, dass dann auch Leonardos Mutter mit in sein Haus einzog. Leonardo war stolz, dass er nun eine neue Familie hatte. Aber über den Verlust seines besten Freundes kam er nie hinweg.

Kapitel 21 – Ein Happy End

Es sind nun seit dem Hochzeitstag 3 Jahre vergangen. Alle leben immer noch friedlich miteinander. Auch Leonardo, Caroline und Miss Brown leben im völligen Einklang. Es ist der 12. Juli 1948. Wir befinden uns im Krankenhaus. „Schnell das Baby kommt gleich!“ Caroline und Leonardo bekommen ihren ersten Sohn. Darüber sind sie sehr glücklich. „Schau ihn Dir an. Er hat die Augen seiner Mutter und die Nase seines Vaters!“ „Ja. Hast du dir schon einen Namen für ihn überlegt?“ Leonardo denkt kurz nach, da flüstert ihm seine Mutter was ins Ohr. „Wie wäre es mit John, als Erinnerung an Deinen Freund.“ „Eine gute Idee. Wir nennen ihn John!“

Leonardo nimmt seinen Sohn in den Arm: „Hallo John, gefällt Dir Dein Name?“ Der kleine John lacht Leonardo ins Gesicht. Er gefällt ihm anscheinend. Die Familie Brown verbringt wundervolle Jahre miteinander. Es scheint so, als wenn nie wieder etwas Schlechtes passieren kann, da alle Menschen friedlich zusammenleben. So, als wären für alle und für immer friedliche Zeiten angebrochen.

ENDE